Fotos: Alejandro Marin

30 Jahre nach dem Fall der Somoza-Diktatur und dem Sieg der Revolution in Nicaragua eroberte am 16. Juli 2009 eine neue Kunstinitiative die deutsch-nicaraguanische Bibliothek: Eine Gruppe junger Künstler und Poeten griffen zu ihren unterschiedlichen Waffen (Wort, Fotografie, Performance), um sich der Geschichte ihres Landes zu stellen. Folgende Kunstschaffende nahmen teil: Carlos Sosa (Video), Cristiana Sandino und Bismark Martínez (Performance), Alejandro Marín (Fotografie), José Adiak Montoya (Literatur), Jilma Estrada (Performance), William Montano (Fotografie) y  Marcela Sandino (Poesie). Die meisten von ihnen kennen die Revolution und die Jahre der sandinistischen Regierung nur aus Erzählungen, dem Geschichtsunterricht oder Fetzen ihrer frühen Kindheitserinnerungen. Ein Thema jedoch dominierte die unterschiedlichen Beiträge und unterschiedlichen Perspektiven: Der Tod als scheinbar erste Assoziation mit der Revolution.

Foto: Alejandro MarinMehr als 100 Zuschauer wurden Zeugen dieses außergewöhnlichen Spektakels. Für die Bibliothek ein großer Erfolg: Eine breite Kampagne in den Medien des Landes (Fernsehen, Zeitung und Radio) und die Anwesenheit so vieler junger, kulturinteressierter Menschen verhalfen dem Projekt und seiner wertvollen Arbeit zu viel Publicity. Außerdem helfen Events wie dieses dabei, das weitverbreitete Image von Bibliotheken als verstaubte, langweilige Orte aufzubrechen.

Die Veranstaltung wurde von dem nicaraguanischen Handybetreiber Movistar gesponsert, der derzeit viel im Bereich Kultur in Nicaragua bewegt.