Unser Busfahrer der ersten Stunde, Reybil Cuarezma, von Projektgründerin Elisabeth Zilz für ein Monat nach Deutschland eingeladen, rührte auf der Frankfurter Buchmesse 2010 kräftig die Werbetrommel für „seinen Bücherbus“ und die deutsch-nicaraguanische Bibliothek.

Von Gerhard Peschers, dem Vorsitzenden des Vereins Gefängnisbüchereien, wurden er und Elisabeth am 6. Oktober zu einer Podiumdiskusion zum Thema „Lesen hinter Gittern, Büchereien im Gefängnis – Erfahrungen aus Argentinien, Nicaragua und Deutschland“ geladen.

Niemand kann besser über die Bedeutung der Arbeit mit den Häftlingen erzählen als Don Reybil. In seiner blumigen Sprache machte er greifbar, dass der Zugang zu Büchern in Haft wirklich ein Stück Freiheit bedeutet und so essentiell wird wie Brot oder Zigaretten. Elisabeth berichtete dem Publikum über die Anfänge des Projektes in den 80ziger Jahren. Gerhard Peschers stellte die Gefängnisbücherei in Münster vor, die 2007 zur „Bücherei des Jahres“ ernannt wurde. Lisa Krolak von der UNESCO Hamburg moderierte.

Doch die Arbeit war für Don Rey hier noch nicht zu Ende: Er und Elisabeth konnten insgesamt wieder 185 Kilo Bücher für Nicaragua sammeln, die in 9 Kisten verpackt zu uns unterwegs sind. Ein großer Erfolg!